Die Tombola, die man nicht kaufen kann

Eigentlich wollten wir Lose verkaufen. Dann lehrte uns der Paragraphen-Dschungel etwas Besseres.

Manchmal plant man das Naheliegende – und stellt fest, dass die Realität andere Regeln hat. Genau das ist uns mit der Tombola passiert.

Der naheliegende Plan

Zuerst wollten wir es machen wie überall: Lose verkaufen, ziehen, Preise verteilen. Klingt harmlos. Ist es rechtlich aber nicht.

Der Blick ins Gesetz

Wir haben das Lotteriegesetz, die Glücksspielverordnung und die steuerlichen Regeln dazu gelesen und diskutiert. Das Ergebnis, kurz gefasst: In Bayern ist eine Tombola fast ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Organisationen erlaubt. Privatpersonen oder rein kommerzielle Unternehmen dürfen keine veranstalten. Und zum lizenzpflichtigen Glücksspiel wird es, sobald drei Dinge zusammenkommen: Es ist öffentlich, es gibt einen Geldeinsatz, und es ist gewerblich.

Die elegante Lösung: das Geld weglassen

Wenn der Geldeinsatz das Problem ist, dann lassen wir ihn weg. Bei uns gibt es keinen Losverkauf und keinen Geldfluss. Stattdessen erhält jeder vorab registrierte Gast ein kostenloses Gratislos mit Gewinngarantie – als Dankeschön für die Planungsunterstützung, strikt entkoppelt von Auktion und Spende. So bleibt das Erlebnis für alle erhalten, ganz ohne juristisches Risiko.

Kernbotschaft: Manchmal ist die rechtskonforme Lösung am Ende auch die schönere.

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Wie es zu dieser und anderen Kurskorrekturen kam, lesen Sie hier: Vom Bierdeckel zur Struktur.

— Horst

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