Ein Verein, der baut, statt zu erklären
Die Ugandahilfe Langweid e. V. ist der Spendenempfänger des PRECI-Charity-Cup. Sie ist ein gemeinnütziger Verein aus Langweid/Stettenhofen, sie arbeitet vollständig ehrenamtlich, und sie hat in Uganda Dinge gebaut, die man anfassen kann: Brunnen und Wasserleitungen, eine Krankenstation mit Geburtenstation, eine neue Grundschule. Dazu finanziert sie Schulpatenschaften und ein Stipendienprogramm.
Diese Seite ist ein Porträt aus unserer Sicht. Die offizielle Darstellung des Vereins mit allen aktuellen Informationen, Terminen und dem Spendenkonto finden Sie auf ugandahilfe.com.
Wer dahintersteht
Angestoßen hat die Arbeit Father Johannes – Pfarrer Johannes Bosco Kiggundu, ein Priester aus Uganda, der seit 1999 als seelsorgerische Urlaubsvertretung in die Pfarrgemeinden nach Bayern kommt. Er hat von Familien berichtet, die die Schulbildung ihrer Kinder nicht bezahlen konnten. Daraus wurde erst eine Patenschaft, dann viele, dann ein Netzwerk aus persönlichen Kontakten und schließlich, seit 2022, ein eigenständiger gemeinnütziger Verein. Bis heute vermittelt Father Johannes die Patenschaften und verwaltet die Schulgeldzahlungen vor Ort.
Das ist die Reihenfolge, auf die es ankommt: Am Anfang stand kein Hilfsprojekt, das sich ein Land für ein anderes ausgedacht hat. Am Anfang stand jemand, der beide Seiten kennt – und zwar nicht von Besuchsreisen.
Erster Vorstand des Vereins ist Ludwig Pröll. Er ist am 27. September mit seinem Team beim PRECI-Charity-Cup und beantwortet Fragen persönlich.
Wie ein Mittelständler, nicht wie ein Konzern
Die Ugandahilfe verhält sich zu einem großen Hilfswerk wie ein mittelständisches Unternehmen zu einem Konzern. Kein Stabsapparat, keine Gremienschleife, keine Kampagnenabteilung. Wer entscheidet, setzt auch um. Wer umsetzt, kennt die Menschen vor Ort mit Namen. Bricht in Bulunda eine Leitung, ist der Weg von der Feststellung zur Reparatur kurz – nicht weil hier jemand besser wäre, sondern weil weniger dazwischen liegt.
Unmittelbar, direkt, handelnd, flexibel. Genau das, was wir am Mittelstand schätzen, mit dem wir arbeiten. Und es hat eine praktische Folge für jeden, der etwas beiträgt: Man kann fragen und bekommt eine Antwort von jemandem, der es selbst gemacht hat.
Wasser ist Leben

In Nswanjere entstand 2012 die Wasserversorgung: ein 73 Meter tiefer Brunnen, 1,2 Kilometer Leitung und ein Tank mit 24.000 Litern. Versorgt werden damit rund 1.400 Menschen. Wer das in Kilometern denkt, die vorher täglich mit Kanistern gegangen wurden, versteht, warum Wasser am Anfang jeder Entwicklung steht – nicht als Metapher, sondern als Zeitbudget. Wer Wasser holt, geht nicht zur Schule.

In Bulunda folgte 2021 eine Wasserleitung über 7,5 Kilometer mit drei Entnahmestellen.
Gesundheit heißt: nicht allein sein, wenn es zählt

2015 und 2017 entstand in Nswanjere eine Krankenstation mit einer Geburtenstation und professioneller Entbindungshilfe. Es ist der Unterschied zwischen einer Geburt mit Hilfe und einer Geburt ohne. In der Aufzählung eines Projektberichts ist das eine Zeile. Für die Frauen des Dorfes ist es die wichtigste.
Bildung, die weiterträgt

Die Grundschule in Bulunda war so marode, dass ein Gebäude komplett abgerissen und neu gebaut werden musste. Begonnen wurde 2021; seit 2022 lernen rund 300 Schüler in den neuen Gebäuden, seit 2024 laufen weitere Renovierungen. Das Projekt ist nicht abgeschlossen, sondern in Arbeit – genau das ist der Punkt.
Dazu kommen drei weitere Wege:

Schulpatenschaften. Eine Patenschaft übernimmt das Schulgeld für ein Kind. Die Schulen sind meist Internate, weil die Schulwege weit sind. Die Beziehung ist persönlich angelegt, Briefkontakt ist ausdrücklich vorgesehen, und einmal im Jahr lädt der Verein alle Paten zu einem Treffen ein und berichtet.
Langweid Scholarship. Seit 2021 finanziert der Verein Stipendien; aktuell werden sieben Studierende gefördert. Aus einem Schulkind wird damit eine Fachkraft – der Punkt, an dem Hilfe aufhört, Hilfe zu sein.
Soccer-Projekt Kampala. In der Hauptstadt trainieren Freiwillige wöchentlich Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen. Es geht um Fußball und um das, was Mannschaftssport nebenbei beibringt: Verlässlichkeit, Teamgeist, Disziplin.
Die Projekte im Überblick
| Projekt | Zeit | Was daraus wurde |
|---|---|---|
| Kirchenneubau Bulunda | 2003 | Im Heimatort von Father Johannes |
| Wasserprojekt Nswanjere | 2012 | 73-Meter-Brunnen, 1,2 km Leitung, 24.000-Liter-Tank – Versorgung für rund 1.400 Menschen |
| Krankenstation Nswanjere | 2015 / 2017 | Geburtenstation mit professioneller Entbindungshilfe |
| Wasserprojekt Bulunda | 2021 | 7,5 km Wasserleitung mit drei Entnahmestellen |
| Schulsanierung Bulunda | seit 2021 | Abriss und Neubau; seit 2022 lernen rund 300 Schüler in den neuen Gebäuden, seit 2024 weitere Renovierungen |
| Langweid Scholarship | seit 2021 | Förderung von sieben Studierenden |
| Soccer-Projekt Kampala | laufend | Wöchentliches Training für Kinder aus schwierigen Verhältnissen, geleitet von Freiwilligen |
| Schulpatenschaften | laufend | Rund 400 Euro Schulgeld pro Jahr und Kind |
Ehrenamt statt Verwaltung
Die Arbeit im Verein erfolgt vollständig ehrenamtlich. Es gibt keine Gehälter und keinen Apparat, der mitfinanziert werden müsste. Für jeden, der etwas gibt, ist das die einfachste Form von Transparenz: Zwischen dem Beitrag und der Wirkung liegt nichts.
Was bedeutet das für die Größenordnung einer Spende?
Sie wird ungewöhnlich greifbar. Ein Schuljahr für ein Kind kostet rund 400 Euro. Eine Spende in vierstelliger Höhe ist hier kein Tropfen im Ozean, sondern eine Zahl, die sich in Schuljahren, Metern Wasserleitung oder Klassenräumen ausdrücken lässt. Das ist der Grund, warum wir bei diesem Empfänger keine Wirkung behaupten müssen – man kann sie ausrechnen.
Selbst unterstützen
Wer über den PRECI-Charity-Cup hinaus etwas tun möchte, findet auf ugandahilfe.com das Spendenkonto, die Patenschaften und die Termine des Vereins. Eine Spendenbescheinigung stellt der Verein aus, nicht PRECI.
Beiträge zum PRECI-Charity-Cup laufen dagegen über die Sponsoring-Logik des Turniers: Sponsoring und Startplätze sind Werbeleistungen gegen Rechnung, der Netto-Überschuss wird von PRECI.expert gespendet, im Namen aller. Wie das im Einzelnen funktioniert und wie es zu dieser Verbindung kam, steht auf der Seite Unser Spendenempfänger: warum die Spende nach Uganda geht.
Kurzprofil
- Name: Ugandahilfe Langweid e. V.
- Sitz: Langweid/Stettenhofen
- Erster Vorstand: Ludwig Pröll
- Angestoßen von: Pfarrer Johannes Bosco Kiggundu („Father Johannes“)
- Arbeitsweise: vollständig ehrenamtlich
- Wirkungsfelder: Wasser, Gesundheit, Bildung
- Orte: Bulunda, Nswanjere, Kampala
- Website: ugandahilfe.com
- Beim PRECI-Charity-Cup: Spendenempfänger; am 27.09.2026 persönlich vor Ort
