Festpreise wären einfacher gewesen. Aber sie hätten genau die ausgeschlossen, die wir dabei haben wollen.
Als wir überlegten, wie Startplätze und Sponsorings vergeben werden, lag die einfachste Lösung auf der Hand: ein Preisschild. Feste Tarife, fertig. Wir haben sie bewusst verworfen – und ich erkläre Ihnen gern, warum.
Die einfache Lösung wäre die falsche gewesen
Ein Festpreis hätte in der Praxis bedeutet: hohe Startgelder für die Spieler, feste Tarife für Sponsoren. Schnell gemacht – aber damit wären wir genau das geworden, was wir nie sein wollten: das nächste elitäre Turnier, bei dem nur mitmacht, wer ohnehin schon dazugehört. Ein hoher Eintrittspreis sortiert vor. Und Vorsortieren ist das Gegenteil von dem, wofür der PRECI-Charity-Cup steht.
„Charity-Auktion“ – klingt zuerst widersprüchlich
Ich weiß, was viele beim ersten Hören denken: Moment, eine Auktion bei einer Charity? Verdient da nicht jemand? Die Auflösung ist einfach. Sie spenden bei uns nicht direkt. Sie buchen ein Sponsoring mit klarer Gegenleistung – und tragen damit zur Kostendeckung des Events bei. Erst aus dem Überschuss entsteht die Spende. Die Auktion ist also kein Selbstzweck, sondern das faire Verfahren, mit dem dieser Überschuss überhaupt zustande kommt.
Der eigentliche Grund: Lastverteilung
Und hier liegt der Kern. Statt dass wenige einen hohen Eintritt zahlen, trägt jeder das bei, was ihm der gute Zweck wert ist – ausgedrückt über sein Gebot. Wir legen nur den Startpunkt fest, den Rest regelt der Markt. Genau so, wie es im unternehmerischen Alltag auch läuft.
Das ist „Gemeinsam sind wir stark“, ganz praktisch übersetzt: Die Last verteilt sich auf viele Schultern, jeder steuert seinen Teil bei, miteinander statt übereinander. Mittelstandsgerechter geht es kaum.
Der angenehme Nebeneffekt
Diese Mechanik hat zwei schöne Begleiterscheinungen. Erstens optimiert sie ganz nebenbei den Spendentopf – wo jeder seinen eigenen Wert ansetzt, kommt am Ende mehr zusammen als bei einem pauschalen Tarif. Zweitens ist sie fair und transparent: Die Mindestgebote liegen offen, niemand muss raten, in welcher Größenordnung eine Position startet. Vergeben wird nach nachvollziehbarer Gebotslage – nicht nach Beziehung, nicht im Hinterzimmer.
Und keine Sorge: kein Bietwettlauf
Keine Angst vor hektischem Dauerklicken. Wer möchte, sichert sich sein Paket per Sofortkauf, und die Budget-Automatik bietet auf Wunsch ganz entspannt für Sie mit – bis zu Ihrem festgelegten Limit. Die Auktion ist offen und fair, aber bewusst komfortabel gebaut.
Was bleibt
- Ein Preisschild sortiert vor. Eine faire Auktion lädt ein.
- Jeder bestimmt seinen eigenen Beitrag. Das ist gerechter als ein Tarif, den einer am Redaktionstisch festlegt.
- Transparenz schlägt Beziehung. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet die offene Gebotslage – sonst niemand.
Kernbotschaft: Ein Preisschild schließt aus. Eine faire Auktion lädt ein – und verteilt die Last auf viele Schultern.
So funktioniert das Bieterverfahren:
Zur Auktion
Wie diese Entscheidung überhaupt entstand, lesen Sie hier: Vom Bierdeckel zur Struktur.
— Horst
