Ich bin der lebende Beweis, dass man kein guter Golfer sein muss, um Golf zu lieben – oder ein Golfturnier zu veranstalten.
Wenn der PRECI-Charity-Cup ein Golfturnier ist – warum lasse ausgerechnet ich ihn ausrichten, der zwanzig Jahre lang kaum einen Schläger angefasst hat? Die ehrliche Antwort hat mit meinem eigenen, höchst durchwachsenen Golferweg zu tun.
Eine Platzreife auf Raten
Karin und ich haben für die Platzreife fast zwei Jahre gebraucht. Mit schuld war Covid: Da waren tatsächlich die Golfplätze gesperrt – man hätte sich ja im Freien, auf weiten Fairways, zu nahe kommen können. In der vollen Fußgängerzone ging das damals offenbar problemlos. Kaum lief es wieder an, kamen Projekte dazwischen, die schlicht keinen „Spielraum“ ließen.
Gerettet von guten Pros
Die Lösung waren Golfurlaube mit hervorragenden Pros als Trainer – in Bad Birnbach, auf Fuerteventura und kurz hinter Salzburg. Im April dieses Jahres mündete das in ein Handicap von 33,3. Ich habe es gefeiert wie einen Titel.
Und dann kaufte ich neue Schläger
Am Ende des letzten Trainingslagers machte ich ein Fitting, kaufte neue Schläger – und zack, war das Spiel nicht mehr das, was es war. Gefühlt steht jetzt wieder die 40 in der Vorgabe. Aber mit Fleiß und Übung geht das wieder in die richtige Richtung. Wahrscheinlich.
Was das mit dem Cup zu tun hat
Genau das ist der Punkt. Golf verbindet gerade deshalb, weil es einen demütig macht. Im Florida-Scramble der Runde A zählt der beste Ball des Flights – das Team trägt den Schwächsten mit. Man muss nicht gut sein, um dazuzugehören. Man muss nur mitspielen wollen. Ein Turnier, das einen Anfänger wie mich trägt, trägt auch Sie.
Kernbotschaft: Golf ist beim PRECI-Charity-Cup nicht der Zweck, sondern der Rahmen, der verbindet – unabhängig vom Handicap.
Auch ohne Handicap-Ehrgeiz dabei sein:
Teilnehmer werden
Wie ich überhaupt zu meinem allerersten Schläger kam, lesen Sie hier: Wie 2002 ein Golftag in Kanada den Funken zündete.
— Horst
