Markus Grimminger, Ludwig Pröll, Karin, Father Johannes und Horst auf dem Platz des Golfclubs Dillingen

Wo unsere Spende ankommt: die Ugandahilfe Langweid

Ein Gespräch auf dem Platz, auf dem im September gespielt wird

Am 16. August 2026 haben Karin und Horst beim Tiger&Rabbit-Turnier des Golfclubs Dillingen mitgespielt. Ein Sonntag, ein Platz, gute Laune, ein paar Bälle im hohen Gras. Am Ende dieses Tages hatte der PRECI-Charity-Cup seinen Spendenempfänger – und zwar gefunden auf genau dem Platz, auf dem am 27. September gespielt wird.

Dort standen zwei Männer, die von Uganda erzählten. Ludwig Pröll, erster Vorstand der Ugandahilfe Langweid, und Father Johannes – Pfarrer Johannes Bosco Kiggundu, ein Priester aus Uganda, der die Arbeit des Vereins angestoßen hat.

Keine Kampagne, eine Bilanz

Wer schon einmal um eine Spende gebeten wurde, kennt die Reihenfolge: erst das Gefühl, dann die Zahl, dann die Bitte. Hier war es umgekehrt.

Es ging um Wasser: einen 73 Meter tiefen Brunnen im Dorf Nswanjere, 1,2 Kilometer Leitung, einen Tank mit 24.000 Litern, Versorgung für rund 1.400 Menschen – und um eine zweite Wasserleitung in Bulunda, 7,5 Kilometer, drei Entnahmestellen. Wer Wasser holen muss, geht nicht zur Schule; das ist die ganze Rechnung.

Es ging um Gesundheit: eine Krankenstation mit Geburtenstation und professioneller Entbindungshilfe. Der Unterschied zwischen einer Geburt mit Hilfe und einer ohne.

Und es ging um Bildung: eine Grundschule in Bulunda, so marode, dass ein Gebäude komplett abgerissen und neu gebaut wurde. Seit 2022 lernen dort rund 300 Kinder, seit 2024 wird weiter renoviert. Dazu sieben Studierende in einem Stipendienprogramm und Schulpatenschaften, bei denen rund 400 Euro im Jahr genügen, damit ein Kind zur Schule geht.

Jedes dieser Projekte hat ein Jahr, einen Ort und eine Zahl. Das macht ein Gespräch anstrengender und eine Sache glaubwürdiger.

Angestoßen hat es ein Ugander

Das ist der Teil, der uns am meisten überzeugt hat. Am Anfang stand kein Hilfsprojekt, das sich ein Land für ein anderes ausgedacht hat. Am Anfang stand Father Johannes, der in den Pfarrgemeinden von Familien erzählte, die das Schulgeld für ihre Kinder nicht aufbringen konnten. Daraus wurde eine Patenschaft, dann mehrere, dann ein Netzwerk und schließlich ein eigenständiger gemeinnütziger Verein. Bis heute vermittelt er die Patenschaften und verwaltet die Schulgeldzahlungen vor Ort – jemand, der beide Seiten kennt, und zwar nicht von Besuchsreisen.

Wie ein Mittelständler, nicht wie ein Konzern

Es gibt einen zweiten Grund, und der ist für unser Publikum vielleicht der greifbarere. Die Ugandahilfe verhält sich zu einem großen Hilfswerk wie ein mittelständisches Unternehmen zu einem Konzern. Kein Stabsapparat, keine Gremienschleife, keine Kampagnenabteilung. Wer entscheidet, setzt auch um. Wer umsetzt, kennt die Menschen vor Ort mit Namen. Bricht in Bulunda eine Leitung, ist der Weg von der Feststellung zur Reparatur kurz – nicht weil hier jemand besser wäre, sondern weil weniger dazwischen liegt.

Unmittelbar, direkt, handelnd, flexibel. Genau das, was wir am Mittelstand schätzen, mit dem wir jeden Tag arbeiten. Wir haben es hier wiedererkannt. Dazu kommt: Die Arbeit im Verein erfolgt vollständig ehrenamtlich. Zwischen dem Beitrag und der Wirkung liegt nichts.

Wir haben nicht auf den Cup gewartet

Anlässlich des Turniers hat PRECI.expert 400 Euro gespendet – ohne Zweckbindung, aber in der Größenordnung eines Schuljahres. Nicht als Auftakt einer Kampagne, sondern weil es an diesem Tag richtig war.

Für den PRECI-Charity-Cup gilt dieselbe Mechanik wie immer: Sponsoring und Startplätze sind Werbeleistungen gegen Rechnung, absetzbar als Betriebsausgabe, keine Spendenquittung, kein Sonderweg in der Buchhaltung. Der gesamte Überschuss wird gespendet, im Namen aller Sponsoren, Teilnehmer und Gäste. Und selbst wenn der Tag wider Erwarten defizitär enden sollte, garantiert PRECI.expert eine Mindestspende von 1.000 Euro. Das unternehmerische Risiko liegt nicht bei den Sponsoren.

Am 27. September steht der Empfänger selbst auf dem Platz

Ludwig Pröll kommt mit seinem Team zum PRECI-Charity-Cup. Das heißt: An diesem Tag muss niemand einem abstrakten guten Zweck zuprosten. Wer wissen will, was aus dem Geld wird, fragt die Menschen, die es ausgeben. Wer die unbequeme Frage hat – wie viel kommt an, wer kontrolliert das, was passiert, wenn ein Projekt scheitert – stellt sie direkt.

Der PRECI-Charity-Cup heißt „Unternehmen golfen für den guten Zweck“. Der gute Zweck hat jetzt ein Gesicht, und am 27. September steht es neben dem ersten Abschlag.

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